In den frühen Morgenstunden des heutigen Tages verwandelte ein Großbrand in der Innenstadt von Minden Teile eines historischen Gebäudes in Asche. Gegen 4:30 Uhr alarmierte ein aufmerksamer Passant die Feuerwehr, nachdem er Rauch aus dem Dachstuhl eines Geschäftsgebäudes an der Bäckerstraße bemerkt hatte. Der Sachschaden liegt nach ersten Schätzungen der Polizei im siebenstelligen Bereich.
Rund 70 Einsatzkräfte kämpften stundenlang gegen die Flammen. «Die größte Herausforderung bestand darin, ein Übergreifen auf benachbarte Gebäude zu verhindern», erklärt Einsatzleiter Markus Weber. Erschwerend kam hinzu, dass die alte Bausubstanz die Löscharbeiten erheblich komplizierte. Menschen wurden glücklicherweise nicht verletzt, da sich zur Brandzeit niemand im Gebäude aufhielt.
Die betroffene Immobilie beherbergt im Erdgeschoss ein Bekleidungsgeschäft und ein Café, in den oberen Etagen befinden sich Büros und Wohnungen. Besonders tragisch: Erst vor zwei Jahren wurde die denkmalgeschützte Fassade des Altbaus aufwändig saniert.
Anwohner Michael Schulze berichtet sichtlich erschüttert: «Der Knall hat mich aus dem Schlaf gerissen. Als ich aus dem Fenster schaute, sah ich nur noch Flammen und Rauch.» Nach meiner Erfahrung aus ähnlichen Großbränden in Hamburg weiß ich, wie stark solche Ereignisse eine Stadtgemeinschaft erschüttern können.
Die Brandursache bleibt vorerst unklar. Ein Sprecher der Polizei teilte mit, dass Brandermittler den Ort erst betreten können, wenn die Gebäudestruktur als sicher gilt. Für die Geschäftsinhaber und Mieter bedeutet der Brand einen harten Schlag – Existenzen stehen auf dem Spiel, während Minden um ein Stück seines historischen Stadtbilds trauert.