Die Hamburg Towers bleiben im europäischen Basketball weiter sieglos. Gegen den französischen Vertreter Paris Basketball mussten sich die Norddeutschen am Dienstagabend in der Inselparkhalle denkbar knapp mit 84:85 (43:43) geschlagen geben. Besonders bitter: Bis 45 Sekunden vor Schluss führten die Hamburger noch mit fünf Punkten.
«Das ist einfach nur schmerzhaft», sagte Towers-Coach Benka Barloschky nach dem Spiel. «Wir hatten den Sieg in der Tasche und haben ihn weggeworfen. In den letzten Sekunden fehlte uns einfach die nötige Cleverness.» Die entscheidenden Punkte für Paris erzielte T.J. Shorts mit einem Dreier nur 12 Sekunden vor der Schlusssirene.
Dabei hatten die Towers über weite Strecken des Spiels überzeugt. Vor allem Aljami Durham glänzte mit 24 Punkten als bester Werfer der Hamburger. Auch die Teamverteidigung funktionierte lange Zeit ausgezeichnet gegen die favorisierten Franzosen, die in der französischen Liga aktuell auf Platz zwei stehen.
Nach vier Spieltagen stehen die Towers nun mit einer Bilanz von 0-4 am Tabellenende der Gruppe A im Eurocup. «Wir müssen schnell lernen, solche engen Spiele zu gewinnen», betonte Center Jonas Wohlfarth-Bottermann. «In der Bundesliga klappt das schon besser, aber international ist das Niveau noch einmal höher.»
Für die Hamburger geht es bereits am Freitag in der Basketball-Bundesliga weiter. Dann empfangen sie die Rostock Seawolves zum Norddeuell. Die nächste Chance auf den ersten Eurocup-Sieg gibt es am kommenden Dienstag bei Slask Wroclaw in Polen.