In der Nacht zum Mittwoch hat ein Wohnhausbrand im Dortmunder Stadtteil Brechten ein Todesopfer gefordert. Eine 88-jährige Frau konnte nur noch tot aus den Flammen geborgen werden. Die Einsatzkräfte wurden gegen 2 Uhr alarmiert, als Nachbarn Rauch und Feuerschein bemerkten.
Als die ersten Feuerwehrleute am Einsatzort eintrafen, schlugen bereits meterhohe Flammen aus dem Dachgeschoss des Einfamilienhauses. Trotz sofort eingeleiteter Lösch- und Rettungsmaßnahmen kam für die Bewohnerin jede Hilfe zu spät. Die Seniorin wurde im Obergeschoss gefunden und konnte nur noch tot geborgen werden.
«Die Intensität des Feuers machte einen Innenangriff anfangs unmöglich», erklärte Einsatzleiter Martin Schmidt. «Wir mussten zunächst von außen die Flammen eindämmen, bevor ein Team mit Atemschutz ins Gebäude vordringen konnte.» Über 60 Einsatzkräfte kämpften mehrere Stunden gegen die Flammen.
Eine Nachbarin berichtete unter Tränen: «Sie lebte schon über 50 Jahre hier. Eine liebenswerte Dame, die trotz ihres Alters noch sehr selbstständig war.»
Die Löscharbeiten dauerten bis in die frühen Morgenstunden. Noch während wir vor Ort waren, stützten Teile des ausgebrannten Dachstuhls ein. Das Haus ist unbewohnbar. Laut ersten Schätzungen beläuft sich der Sachschaden auf rund 250.000 Euro.
Die Brandursache ist noch unklar. Kriminalpolizei und Sachverständige haben die Ermittlungen aufgenommen. Bürgermeister Michael Werner, der am Morgen den Brandort besuchte, zeigte sich erschüttert: «Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen. Diese Tragödie trifft unsere kleine Gemeinschaft hart.»
Der Brand reiht sich in eine beunruhigende Serie von Wohnungsbränden in Dortmund ein. Bereits vergangene Woche gab es zwei Großeinsätze in Hörde und Dorstfeld. Bleibt zu hoffen, dass die Aufklärung der Brandursache hilft, künftige Tragödien zu verhindern.