Die Kältewelle hat Berlin fest im Griff, und tausende Haushalte kämpfen mit Heizungsproblemen. Nach dem massiven Stromausfall in Köpenick zeigen sich jetzt die Folgen: Heizungsanlagen haben Schäden durch Überspannung erlitten.
Allein die Berliner Firma Joneit & Schilling verzeichnet täglich über 30 Notrufe. «Wir arbeiten rund um die Uhr», erklärt Geschäftsführer Klaus Schilling. «Viele elektronische Bauteile in modernen Heizungen sind durch die Spannungsschwankungen zerstört worden.»
Die Situation ist besonders für ältere Menschen und Familien mit kleinen Kindern problematisch. Seit drei Tagen warten manche bei Außentemperaturen um den Gefrierpunkt auf Reparatur. In meinen fast zwanzig Jahren Berichterstattung habe ich selten eine solche Häufung technischer Notfälle erlebt.
Der Stromausfall hatte am Dienstag etwa 30.000 Haushalte betroffen. «Die Netzbetreiber müssen jetzt schneller reagieren», fordert Bezirksbürgermeister Oliver Igel. Die Reparaturkosten für Heizungen liegen oft zwischen 200 und 800 Euro – eine unerwartete finanzielle Belastung für viele Berliner.
Besonders ärgerlich: Die Versicherungsfrage ist ungeklärt. Wer übernimmt die Kosten? Die Stadtwerke verweisen auf Hausratversicherungen, diese wiederum auf höhere Gewalt.
Während Handwerker weiter pausenlos arbeiten, bleibt die Frage: Ist unsere Infrastruktur wirklich winterfest? Die kommenden Tage werden zeigen, ob alle Betroffenen rechtzeitig wieder warme Wohnungen haben werden.