In Dortmund-Aplerbeck hat sich am Montagmorgen ein dramatischer Unfall an einem Bahnübergang ereignet. Ein ICE erfasste gegen 10:30 Uhr ein Auto, das sich auf den Gleisen befand. Wie durch ein Wunder wurde der 84-jährige Fahrer nur leicht verletzt. Die rund 200 Fahrgäste im Zug blieben unverletzt. Der Vorfall führte zu erheblichen Einschränkungen im Bahnverkehr.
Der Unfall passierte an einem beschrankten Bahnübergang an der Schweizer Allee. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei könnte der Autofahrer zwischen den geschlossenen Halbschranken eingeklemmt worden sein. «Der Mann hatte enormes Glück«, berichtet Polizeisprecher Peter Schmidt. «Der ICE schob das Auto etwa 30 Meter weit, bevor es zur Seite geschleudert wurde.»
Als ich vor Ort eintraf, bot sich ein erschreckendes Bild: Das Fahrzeug war kaum wiederzuerkennen, ein Wrack aus verbogenem Metall. Solche Unfälle enden meist tödlich, wie wir in der Berichterstattung leider immer wieder erleben müssen.
Die Deutsche Bahn leitete umgehend Umleitungen ein. Reisende auf der Strecke zwischen Hamm und dem Ruhrgebiet mussten mit Verzögerungen von bis zu 60 Minuten rechnen. «Wir arbeiten mit Hochdruck daran, die Strecke wieder freizugeben», erklärte ein Bahnsprecher gegenüber unserer Redaktion.
Der Bahnübergang in Aplerbeck gilt bei Anwohnern schon länger als problematisch. Trotz Modernisierung vor zwei Jahren kommt es hier immer wieder zu gefährlichen Situationen. Die genaue Unfallursache wird nun untersucht – und wirft erneut die Frage auf, ob unsere Bahnübergänge ausreichend gesichert sind.