In Berlin-Neukölln hat die Polizei bei einer Durchsuchung mehrere Kugelbomben und diverse illegale Pyrotechnik entdeckt. Die Beamten wurden auf den Fall aufmerksam, nachdem ein 42-jähriger Mann am vergangenen Wochenende in der Schierker Straße einen Böller gezündet hatte und dabei ein parkendes Auto beschädigte.
Der Vorfall führte zu einer Hausdurchsuchung bei dem Verdächtigen, bei der die Ermittler fünf Kilogramm illegales Feuerwerk, darunter mehrere Kugelbomben, sicherstellten. Solche Sprengkörper bergen ein erhebliches Verletzungsrisiko und dürfen in Deutschland nur von Fachleuten mit spezieller Erlaubnis verwendet werden.
«Diese Art von Pyrotechnik hat in privaten Händen nichts zu suchen«, erklärt Polizeioberkommissar Martin Wegner. «Die Verletzungsgefahr ist enorm – wir sprechen hier von Sprengkörpern, die schwerste Verbrennungen oder gar Gliedmaßenverluste verursachen können.»
Nach meiner langjährigen Beobachtung nehmen solche Fälle in den Wochen vor Silvester deutlich zu. In den letzten Jahren ist besonders in Großstädten wie Berlin und Hamburg ein regelrechter Schwarzmarkt für illegale Pyrotechnik entstanden.
Die Staatsanwaltschaft hat ein Strafverfahren wegen Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz eingeleitet. Der 42-Jährige muss mit einer empfindlichen Geldstrafe oder sogar einer Freiheitsstrafe rechnen.
Diese Funde erinnern daran, dass der unbedachte Umgang mit Feuerwerkskörpern jedes Jahr zu schweren Verletzungen führt. Allein zum letzten Jahreswechsel behandelten deutsche Kliniken rund 500 Menschen mit teilweise schweren Verletzungen durch Pyrotechnik. Wollen wir den Nervenkitzel wirklich mit Fingern, Augen oder gar dem Leben bezahlen?