Der Samstag in Düsseldorf stand im Zeichen des Protests: Mehrere tausend Menschen versammelten sich, um gegen das iranische Regime zu demonstrieren. Nach Polizeiangaben beteiligten sich rund 3.000 Teilnehmer an der Kundgebung, die Veranstalter sprachen sogar von etwa 5.000 Demonstranten. Im Mittelpunkt standen die Hinrichtung des Deutsch-Iraners Jamshid Sharmahd und die Forderung nach härteren Sanktionen gegen Teheran.
Die Protestierenden zogen vom Johannes-Rau-Platz durch die Innenstadt bis zum Landtag. Zahlreiche Menschen trugen Plakate mit Aufschriften wie «Nieder mit dem Mullah-Regime» und «Frau, Leben, Freiheit» – der Slogan der iranischen Freiheitsbewegung. Die Stimmung war eine Mischung aus Trauer, Wut und Entschlossenheit. Ich habe viele Familien mit Kindern gesehen, deren Gesichter mit der iranischen Flagge bemalt waren.
«Das Regime hat einen deutschen Staatsbürger ermordet, und die Bundesregierung reagiert viel zu zögerlich», sagte Mina Ahmadi, eine Sprecherin des Organisationskomitees. Die Demonstranten forderten, dass die Islamische Revolutionsgarde als Terrororganisation eingestuft wird.
Auch lokale Politiker zeigten Präsenz. Der Düsseldorfer Landtagsabgeordnete Rainer Matheisen erklärte: «Wir müssen ein klares Zeichen setzen, dass Deutschland solche Menschenrechtsverletzungen nicht hinnimmt.»
Die Polizei Düsseldorf war mit einem Großaufgebot vor Ort, der Protest verlief jedoch weitgehend friedlich. Für Autofahrer brachte die Demonstration allerdings erhebliche Verkehrsbehinderungen in der Innenstadt mit sich.
Die iranische Gemeinschaft in Düsseldorf, eine der größten in Deutschland, bleibt nach dieser Demonstration weiter aktiv. «Wir werden nicht aufhören, bis das Regime fällt», versprach eine Teilnehmerin. Der Protest hat gezeigt: Die Solidarität mit dem iranischen Volk ist auch in Deutschland ungebrochen.