Der VfB Stuttgart hat sich die Dienste von Nachwuchstalent Jeremy Arevalo gesichert – ein geschickter Schachzug der Schwaben im hart umkämpften Talent-Markt. Der 16-jährige Offensivspieler wechselt von der Jugendabteilung des FC Barcelona nach Bad Cannstatt und soll zunächst in der U19 zum Einsatz kommen. Was auf den ersten Blick nach einem gewöhnlichen Nachwuchstransfer aussieht, könnte für den VfB langfristig Gold wert sein.
«Wir sehen in Jeremy ein großes Potenzial für die Zukunft», erklärt Thomas Krücken, Direktor des VfB-Nachwuchsleistungszentrums. Und tatsächlich bringt der junge Kolumbianer eine beeindruckende Visitenkarte mit: Technisch versiert, torgefährlich und mit dem gewissen Extra an Spielwitz ausgestattet, hat er in La Masia – Barcelonas berühmter Talentschmiede – das Fußball-ABC von der Pike auf gelernt.
Die Stuttgarter setzen damit konsequent ihren Weg fort, frühzeitig auf internationale Talente zu setzen. Man denke nur an Enzo Millot oder Silas, die sich zu echten Leistungsträgern entwickelt haben. Dass der VfB den Youngster trotz Interesse anderer europäischer Clubs von seinem Konzept überzeugen konnte, spricht für die gestiegene Attraktivität des Champions-League-Teilnehmers.
Für Arevalo selbst könnte Stuttgart das perfekte Sprungbrett sein. Der VfB hat in den letzten Jahren bewiesen, dass der Weg von der Jugend zu den Profis kürzer ist als bei vielen Topclubs. Die spannende Frage wird sein, wie schnell sich das Talent an den intensiven deutschen Fußball gewöhnen kann. Die Stuttgarter Fans dürfen jedenfalls gespannt sein, ob mit Jeremy Arevalo vielleicht schon der nächste südamerikanische Wirbelwind in den Startlöchern steht.