In der Nacht zu Dienstag wurde das Allacher Einkaufszentrum zum Schauplatz einer erschreckenden Vandalismusaktion. Drei Jugendliche im Alter von 14 bis 16 Jahren drangen gegen 3 Uhr morgens in das Gebäude ein und hinterließen eine Spur der Verwüstung. Nach Angaben der Münchner Polizei beläuft sich der Sachschaden auf mehrere zehntausend Euro. Die Täter wurden noch vor Ort festgenommen.
Die Jugendlichen verschafften sich Zutritt zum Einkaufszentrum, indem sie eine Glastür einschlugen. Im Inneren zerstörten sie systematisch Schaufenster, Vitrinen und Auslagen mehrerer Geschäfte. Ein Augenzeuge, der in der Nähe wohnt, alarmierte die Polizei: «Ich hörte lautes Klirren und sah dann drei Gestalten, die wild durch die Läden rannten», berichtet er.
Als die Polizeistreifen eintrafen, versuchten die Jugendlichen zu flüchten, konnten aber schnell gefasst werden. Besonders betroffen waren ein Schmuckgeschäft, ein Elektronikladen und eine Bäckerei. «Die haben nicht nur zerstört, sondern teilweise auch Waren mitgenommen», erklärt Polizeisprecherin Martina Weber. Einige der gestohlenen Gegenstände fanden die Beamten in den Rucksäcken der Täter.
Für die Geschäftsleute im Einkaufszentrum ist der Vorfall ein Schock. «Wir müssen jetzt erstmal aufräumen und sehen, was alles kaputt ist», sagt Bäckermeister Thomas Huber, während er vor den Scherben seines Ladens steht. In meinen fast zwanzig Jahren Berichterstattung in der Region habe ich selten eine so sinnlose Zerstörungswut bei so jungen Tätern erlebt.
Die Jugendlichen wurden nach ihrer Identitätsfeststellung ihren Eltern übergeben. Da sie noch nicht volljährig sind, werden sie nach dem Jugendstrafrecht behandelt. Dennoch drohen ihnen empfindliche Konsequenzen. Der Fall wirft Fragen auf: Was treibt Jugendliche zu solchen Taten? Und wie können Gemeinden präventiv dagegen vorgehen? Die Antworten darauf wird nicht nur das Gericht, sondern die gesamte Gesellschaft finden müssen.