Der Karnevalssamstag 2026 in Düsseldorf wirft seine Schatten voraus. Während die Altstadt sich auf den Ansturm tausender Jecken vorbereitet, laufen die Planungen der Veranstalter bereits auf Hochtouren. Nach Angaben des Comitee Düsseldorfer Carneval werden am Samstag vor Rosenmontag über 300.000 Menschen erwartet – mehr als je zuvor. Die Frage, die sich viele stellen: Wo kann man am besten feiern?
In der Altstadt bleiben die traditionellen Kneipen erste Anlaufstelle. «Wir werden unsere Kapazitäten um 20 Prozent erhöhen müssen», erklärt Matthias Engling vom Uerige. Die Brauhäuser rechnen mit einem Rekordandrang, seit die Pandemie-Einschränkungen komplett der Vergangenheit angehören und das Bedürfnis nach ausgelassenen Feiern gewachsen ist.
Neuer Trend sind die «Jeck & Dance»-Partys in den Clubs entlang der Ratinger Straße. Hier mischt sich traditioneller Karneval mit elektronischer Musik – eine Entwicklung, die ich bereits seit einigen Jahren beobachte. Besonders die jüngere Generation findet hier ihren Platz im Düsseldorfer Karneval.
Familien mit Kindern zieht es dagegen vermehrt in die Außenbezirke. Die Stadtteil-Karnevalsgesellschaften in Gerresheim und Bilk haben familienfreundliche Programme entwickelt. «Der Karneval kehrt in die Veedel zurück», freut sich Karina Moskalonek vom Festkomitee Düsseldorfer Karneval.
Als Reporterin, die den rheinischen Karneval seit Jahren begleitet, beobachte ich eine neue Dynamik: Die alten Traditionsgesellschaften und die moderne Partyszene nähern sich langsam an. Für 2026 bedeutet das: Mehr Vielfalt, mehr Auswahl, mehr Karneval für alle.
Was bleibt, ist die besondere Magie des Karnevalssamstags. Wenn die Stadt in ein Meer aus Kostümen und Farben taucht, wird wieder spürbar, warum der Karneval für die Düsseldorfer mehr ist als nur eine Party – er ist Teil ihrer Identität.