Düsseldorf bereitet sich auf die fünfte Jahreszeit vor, die 2026 besonders ausgelassen gefeiert werden soll. Nach dem Hoppeditzerwachen am 11.11. steuert die Stadt auf die Karnevalshochphase zu. Bereits jetzt zeichnet sich ab: Die Nachfrage nach Tickets für die großen Partys ist enorm. Veranstalter melden für einige Events bereits «fast ausverkauft» – ganze 14 Monate vor dem Höhepunkt der Session.
In der Altstadt werden wieder tausende Jecken erwartet. Das Radisson Blu am Hafen plant seine legendäre «Nacht der Nächte», die traditionell am Karnevalssamstag stattfindet. «Wir rechnen mit etwa 3.000 Gästen in festlicher Abendgarderobe», erklärt Hoteldirektor Sophia Mehling. Die Veranstaltung gilt als gesellschaftliches Highlight der Session.
Auch das Düsseldorfer Comitee Carneval (CC) kündigt ein umfangreiches Programm an. Die «Stunksitzung» im Savoy Theater wird nach dem Erfolg der letzten Jahre fortgesetzt. «Wir wollen den Karneval wieder mehr zu den Wurzeln zurückbringen», sagt CC-Präsident Stefan Kleinehr. «Weniger Kommerz, mehr echtes Brauchtum.»
Die Brauhäuser in der Altstadt haben ihre Preise für die Karnevalstage bereits festgelegt – ein Altbier wird während der Hochphase etwa 20 Cent mehr kosten als gewöhnlich. Für mich als gebürtige Hamburgerin ist es immer wieder faszinierend, wie tief der Karneval in der rheinischen Identität verankert ist.
Besonders freuen dürfen sich die Düsseldorfer auf den Rosenmontagszug 2026. Der Zugweg wird leicht verändert und führt über die neu gestaltete Königsallee. Die Wagenbauer arbeiten bereits an ersten Entwürfen zu aktuellen politischen Themen. Was bleibt, ist die Frage: Wie wird sich die Welt bis dahin verändert haben? Der Düsseldorfer Karneval wird es mit Sicherheit kommentieren – scharf, witzig und typisch rheinisch.