Tausende kleine Narren und Jecken zogen heute bei Sonnenschein durch die Straßen der Düsseldorfer Altstadt. Der traditionelle Kinderkarnevalsumzug lockte Familien aus der ganzen Region an. Nach Angaben der Veranstalter nahmen über 2.500 kostümierte Kinder teil – ein Rekord in der Geschichte des Düsseldorfer Kinderkarnevals.
Besonders kreativ zeigten sich die kleinen Jecken beim Thema Umweltschutz. Die Gruppe der Gerresheimer Grundschule präsentierte sich als «Plastikfischer», mit selbstgebastelten Netzen und Booten aus Recyclingmaterial. «Die Kinder wollten unbedingt etwas mit Bedeutung darstellen», erzählt Lehrerin Petra Winkler. «Sie haben wochenlang an ihren Kostümen gearbeitet.»
Was mich besonders beeindruckt hat: Die Vielfalt der Kulturen, die heute mitfeierten. Neben traditionellen rheinischen Karnevalsfiguren sah man Kostüme aus aller Welt – von japanischen Anime-Figuren bis zu mexikanischen Tag-der-Toten-Kostümen.
Auch der achtjährige Leon aus Flingern war begeistert: «Ich bin ein Astronaut, weil ich später mal ins All fliegen will. Hier kann ich schon mal üben, wie das ist, wenn alle mich anschauen.» Seine Mutter Nicole ergänzte lachend: «Seit drei Wochen spricht er von nichts anderem.»
Die Stadtwerke Düsseldorf verteilten über 5.000 Kamelle-Tüten mit zuckerfreien Süßigkeiten – eine Neuerung, die bei den Eltern gut ankam.
Der Kinderumzug zeigt, wie lebendig die Düsseldorfer Brauchtumskultur ist. Er verbindet Generationen und bringt unterschiedlichste Menschen zusammen. Und wer die strahlenden Kinderaugen heute sah, weiß: Der Nachwuchs für die nächsten Jahrzehnte Karneval ist gesichert. Helau!