In Düsseldorf hat ein brutaler Raubüberfall die Menschen im Stadtteil Eller aufgeschreckt. Am Dienstagabend gegen 21 Uhr stürmten zwei maskierte Männer einen Kiosk an der Gumbertstraße. Einer der Täter bedrohte den 37-jährigen Angestellten mit einer Machete, während sein Komplize Bargeld aus der Kasse nahm. Die Polizei schätzt die Beute auf mehrere hundert Euro. Vom Täter-Duo fehlt bisher jede Spur.
«Es ging alles furchtbar schnell», berichtet eine Anwohnerin, die kurz nach dem Überfall am Tatort war. «Der Kioskbesitzer wirkte völlig geschockt.» Nach Polizeiangaben blieb der Angestellte zum Glück unverletzt, steht aber unter Schock. Die Täter werden als etwa 1,70 bis 1,80 Meter groß und dunkel gekleidet beschrieben. Beide trugen während des Überfalls schwarze Sturmhauben.
Für mich als Reporterin ist besonders beunruhigend, dass es in Düsseldorf in den vergangenen Monaten vermehrt zu bewaffneten Überfällen kommt. «Wir nehmen solche Taten sehr ernst und haben die Streifenpräsenz in betroffenen Gebieten erhöht», erklärt Polizeisprecherin Sarah Müller. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei laufen auf Hochtouren.
Die Spurensicherung war noch bis in die Nacht am Tatort beschäftigt. Die Polizei bittet Zeugen, die verdächtige Beobachtungen gemacht haben, sich unter der Rufnummer 0211-8700 zu melden.
In der Nachbarschaft macht sich Verunsicherung breit. «Man überlegt jetzt zweimal, ob man abends noch zum Kiosk geht», sagt ein älterer Herr, der seit 40 Jahren in Eller lebt. Die Frage bleibt: Wie sicher sind unsere Viertel noch, wenn selbst kleine Geschäfte mit solch gefährlichen Waffen überfallen werden?