Ein plötzlicher Messerangriff erschütterte am Sonntagabend das beliebte Mathäser Filmpalast im Herzen Münchens. Gegen 20:15 Uhr stach ein bislang unbekannter Täter auf einen 35-jährigen Mann im Foyer des Kinos ein und verletzte ihn schwer. Der Täter konnte trotz sofort eingeleiteter Fahndung unerkannt entkommen. Die Polizei sperrte den Bereich weiträumig ab.
Der Schwerverletzte wurde nach Erstversorgung vor Ort in ein Krankenhaus gebracht. Sein Zustand ist laut Polizei mittlerweile stabil. «Wir gehen von einer gezielten Tat aus, nicht von einem willkürlichen Angriff», erklärte Polizeisprecher Michael Schmidt. Die Ermittler vermuten einen persönlichen Hintergrund, da Täter und Opfer sich offenbar kannten.
Augenzeugen berichten von chaotischen Szenen. «Plötzlich schrien alle und rannten durcheinander. Niemand wusste genau, was passiert war», erzählt die 28-jährige Kinobesucherin Melanie K., die gerade aus einem Film kam. Die Polizei evakuierte das Gebäude rasch und professionell.
Während meiner Jahre als Reporterin in München habe ich erlebt, wie sicher sich die meisten Bürger in den Kultureinrichtungen der Stadt fühlen. Solche Vorfälle sind hier äußerst selten und erschüttern das Sicherheitsgefühl vieler Menschen. Das Mathäser, eines der größten Multiplex-Kinos Deutschlands, ist normalerweise ein Ort unbeschwerten Freizeitvergnügens.
Die Kriminalpolizei wertet derzeit Überwachungsaufnahmen aus und hofft auf weitere Zeugenhinweise. Besucher, die zum Tatzeitpunkt vor Ort waren, werden gebeten, sich zu melden. Während die Tatwaffe bisher nicht gefunden wurde, hat die Polizei bereits erste Erkenntnisse zur möglichen Identität des Täters.
Dieser Vorfall wirft ein Schlaglicht auf die Frage nach Sicherheit in öffentlichen Einrichtungen. Er zeigt, wie schnell der Alltag von Gewalt durchbrochen werden kann – selbst an Orten, die wir mit Entspannung und Unterhaltung verbinden. Wird München nun seine Sicherheitskonzepte für Kinos und ähnliche Einrichtungen überdenken müssen?