In Düsseldorf übernimmt Sven Mislintat das sportliche Ruder bei Fortuna. Der 51-jährige Fußballfachmann wurde gestern zum neuen Sportvorstand ernannt und löst damit Klaus Allofs ab, der nach vier Jahren in die zweite Reihe rückt. Laut Vereinsmitteilung bleibt Allofs dem Verein als Vorstand für Fußball und Entwicklung erhalten. Die Entscheidung fiel einstimmig im Aufsichtsrat des Zweitligisten.
«Ich freue mich sehr auf die Arbeit bei Fortuna Düsseldorf«, erklärte Mislintat bei seiner Vorstellung. «Der Verein hat enormes Potenzial und ich bin überzeugt, dass wir gemeinsam viel erreichen können.» Mislintat bringt jahrelange Erfahrung aus seiner Zeit beim BVB, VfB Stuttgart und Arsenal London mit. Als «Diamantenauge» bekannt, entdeckte er Talente wie Ousmane Dembélé und Pierre-Emerick Aubameyang.
Die Fortuna steht derzeit auf Platz vier der 2. Bundesliga, nur drei Punkte hinter dem Relegationsplatz. Der Traum vom Aufstieg lebt am Rhein. Bei meinem letzten Besuch in der Düsseldorfer Arena spürte ich die wachsende Euphorie der Fans, die nach langer Durststrecke wieder Hoffnung schöpfen.
Allofs nimmt die Veränderung gelassen: «Ich stehe voll hinter dieser Entscheidung und werde Sven mit all meiner Erfahrung unterstützen.» Die Rollenverteilung erscheint klar: Mislintat soll neue Impulse setzen, während Allofs im Hintergrund seine Kontakte und sein Know-how einbringt.
Der Verein vollzieht damit einen bemerkenswerten Generationswechsel. Bleibt die Frage: Kann Mislintat die Fortuna wieder in die Bundesliga führen? Die Düsseldorfer Fans jedenfalls träumen schon vom großen Wurf.