Auf den Straßen Münchens herrschte heute Morgen Chaos: Der stark befahrene Petueltunnel wurde ohne Vorwarnung komplett gesperrt. Tausende Pendler standen im Stau, während die Polizei den 1,7 Kilometer langen Tunnel im Münchner Norden abriegelte. Erst nach mehreren Stunden sickerten Informationen zur Ursache durch. Betroffen waren beide Röhren in Ost-West-Richtung zwischen Schleißheimer Straße und Leopoldstraße.
Die Sperrung wurde gegen 7:30 Uhr eingerichtet, nachdem die Brandmeldeanlage ausgelöst hatte. Wie die Feuerwehr München mitteilte, handelte es sich um einen Fehlalarm – verursacht durch technische Probleme in der Sicherheitsanlage. «Bei diesen Sicherheitssystemen gehen wir grundsätzlich auf Nummer sicher», erklärte ein Sprecher der Münchner Verkehrsleitstelle. «Der Schutz der Verkehrsteilnehmer hat absolute Priorität.»
Als ich vor Ort war, sah ich, wie Autofahrer verzweifelt nach Alternativrouten suchten. Viele wandten im dichten Verkehr, während andere die umliegenden Wohngebiete verstopften. Ein Anwohner aus Schwabing-West sagte kopfschüttelnd: «Das ist heute das reinste Chaos. Die hätten wenigstens warnen können.»
Besonders betroffen waren die Pendler aus dem Münchner Norden. Die Ausweichrouten über die Leopoldstraße und den Mittleren Ring waren binnen Minuten überlastet. Der ADAC registrierte Staulängen von bis zu vier Kilometern.
Gegen 10:45 Uhr wurde der Tunnel wieder freigegeben. Die technische Überprüfung ist jedoch noch nicht abgeschlossen. Verkehrsexperten raten, in den kommenden Tagen mit möglichen weiteren Einschränkungen zu rechnen. Die Frage bleibt: Wie stabil ist die Sicherheitstechnik im zweitlängsten Straßentunnel Münchens wirklich?