In Düsseldorf wurden zahlreiche Bürgerinnen und Bürger in der Nacht zum Donnerstag aus dem Schlaf gerissen. Ein Polizeihubschrauber kreiste gegen 1 Uhr nachts über mehrere Stadtteile. In sozialen Netzwerken häuften sich besorgte Nachfragen: Was war los in der Landeshauptstadt? Laut Polizeibericht handelte es sich um die Suche nach einem Einbrecher im Stadtteil Wersten.
«Ich dachte erst an einen medizinischen Notfall», berichtet Anwohnerin Sabine Müller (42), die in Oberbilk wohnt. Das laute Geräusch des Hubschraubers war in mehreren Stadtteilen deutlich zu hören. Die Polizei bestätigte auf Anfrage, dass nach einem Einbruch in ein Einfamilienhaus eine Großfahndung eingeleitet wurde. «Der Täter konnte beim Durchsuchen des Hauses von den heimkehrenden Bewohnern überrascht werden und flüchtete zu Fuß», erklärte Polizeisprecherin Andrea Kohlmann.
Der Hubschrauber unterstützte die Bodeneinheiten mit Wärmebildtechnik. Besonders in dunklen Gärten und Hinterhöfen suchten die Beamten nach dem Flüchtigen. Ein Phänomen, das ich in meinen Jahren als Reporterin immer wieder beobachte: Polizeieinsätze mit Hubschraubern sorgen vor allem nachts für große Aufmerksamkeit und manchmal auch für Verunsicherung bei Anwohnern.
Nach rund 45 Minuten wurde der Einsatz ohne Erfolg beendet. Der Täter konnte entkommen, die Ermittlungen laufen. Die Polizei bittet Zeugen um Hinweise und rät Bewohnern, verdächtige Beobachtungen sofort zu melden. Vielleicht ein Trost für die um den Schlaf gebrachten Düsseldorfer: Nächtliche Hubschraubereinsätze sind selten – aber wenn sie stattfinden, dann immer aus triftigem Grund.