In Düsseldorf kam es heute Nachmittag zu einem schweren Unfall an der Haltestelle Heinrich-Heine-Allee. Eine Straßenbahn der Rheinbahn kollidierte mit einem Fußgänger, der dabei unter der Bahn eingeklemmt wurde. Mehrere Zeugen erlitten einen Schock. Die Rettungskräfte waren mit einem Großaufgebot vor Ort, um den Mann zu befreien und die Verletzten zu versorgen.
Der Unfall ereignete sich gegen 14:30 Uhr im Zentrum der Landeshauptstadt. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei wollte der Mann die Gleise überqueren und übersah dabei die herannahende Bahn der Linie 709. «Der Fahrer leitete sofort eine Notbremsung ein, konnte den Zusammenstoß aber nicht mehr verhindern», berichtet Polizeisprecherin Monika Weber.
Die Feuerwehr musste schweres Gerät einsetzen, um den Mann zu befreien. Er wurde mit schweren Verletzungen ins Universitätsklinikum gebracht. Sein Zustand ist nach Angaben der Ärzte kritisch, aber stabil. Neben dem Hauptverletzten wurden drei Passanten und zwei Fahrgäste der Bahn mit leichteren Verletzungen behandelt.
Immer wieder beobachte ich bei meinen Recherchen in Düsseldorf, wie Fußgänger unachtsam die Gleise überqueren – oft mit Kopfhörern und Blick aufs Smartphone. «Die Züge sind heute viel leiser als früher. Man hört sie kaum noch kommen», erklärt Verkehrspsychologe Dr. Thomas Müller vom Institut für Verkehrssicherheit.
Der Straßenbahnverkehr in der Innenstadt musste für zwei Stunden unterbrochen werden. Die Rheinbahn richtete einen Ersatzverkehr mit Bussen ein. Nach dem Unfall haben die Stadtwerke angekündigt, die Sicherheitsmaßnahmen an stark frequentierten Haltestellen zu überprüfen.
Was bleibt, ist die Mahnung zur Vorsicht. Wie dünn die Grenze zwischen Alltag und Tragödie ist, zeigt dieser Vorfall auf erschreckende Weise. In unserer schnelllebigen Zeit sollten wir alle einen Moment innehalten und uns fragen: Wie oft nehmen wir selbst solche Risiken in Kauf?