In Rheinland-Pfalz haben Hunderte Menschen am Montagabend ein spektakuläres Himmelsphänomen beobachtet. Ein heller Feuerball raste über den Nachthimmel und sorgte für reichlich Gesprächsstoff. Laut der Internationalen Meteororganisation gingen allein in den ersten Stunden über 300 Meldungen ein.
Zeugen beschrieben das Phänomen als „hell wie ein Vollmond» mit einem grünlich-weißen Schweif. Der Meteor war gegen 19:45 Uhr für mehrere Sekunden sichtbar. Viele Menschen filmten das Ereignis mit ihren Handys. Die Videos zeigen deutlich, wie der Lichtstreifen am dunklen Himmel verglühte.
„Es war absolut faszinierend. So etwas habe ich noch nie gesehen», sagte eine Augenzeugin aus Mainz gegenüber dem SWR. Die Aufregung in den sozialen Medien war groß. Manche sprachen von einem Kometen, andere vermuteten einen abstürzenden Satelliten.
Wissenschaftler der Europäischen Weltraumorganisation klärten schnell auf. Es handelte sich um einen Meteor, also ein Gesteinsbrocken aus dem Weltall. Beim Eintritt in die Erdatmosphäre verglühte er durch die enorme Reibung. Solche Ereignisse sind gar nicht so selten. Täglich erreichen Tausende kleine Objekte unsere Atmosphäre. Die meisten bleiben aber unbemerkt.
Ich erinnere mich an ähnliche Beobachtungen in Baden-Württemberg vor einigen Jahren. Damals herrschte die gleiche Mischung aus Faszination und Verunsicherung. Es zeigt, wie sehr uns der Himmel über unseren Köpfen noch bewegen kann.
Für die Forschung sind solche Sichtungen wertvoll. Sie helfen, die Flugbahnen kosmischer Objekte besser zu verstehen. Mehr Informationen gibt es beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt.
Das Phänomen erinnert uns daran, wie klein wir im großen Ganzen sind. Gleichzeitig macht es deutlich: Der Weltraum ist näher, als wir oft denken. Vielleicht schauen wir in den kommenden Nächten öfter mal nach oben.