In der Dortmunder Nordstadt fielen am Montagnachmittag mehrere Schüsse. Eine Person wurde dabei schwer verletzt und musste notärztlich versorgt werden. Die Polizei hat umgehend eine Mordkommission eingerichtet und fahndet nach dem flüchtigen Täter. Der Vorfall ereignete sich gegen 16 Uhr im Bereich der Münsterstraße, einer belebten Geschäftsstraße im nördlichen Stadtgebiet.
«Der Verletzte schwebt nicht in Lebensgefahr, befindet sich aber in intensivmedizinischer Behandlung«, erklärte ein Sprecher der Dortmunder Polizei. Augenzeugen berichteten von mehreren Schüssen und anschließender Panik unter Passanten. Die Hintergründe der Tat sind noch völlig unklar. Ob es sich um eine gezielte Tat oder eine Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen handelt, wird derzeit untersucht.
Die Polizei hat den Tatort weiträumig abgesperrt. Spezialkräfte der Spurensicherung sichern Beweise und befragen Zeugen. «Wir bitten alle, die etwas beobachtet haben, sich umgehend zu melden», so der Polizeisprecher weiter.
Als ich vor einigen Jahren über ähnliche Vorfälle in Hamburg berichtete, zeigte sich immer wieder: Die ersten Stunden nach solchen Gewalttaten sind entscheidend für den Ermittlungserfolg. Anwohner der Nordstadt zeigen sich besorgt. «Das ist eigentlich eine lebendige, multikulturelle Gegend. Solche Gewalt erschüttert unser Zusammenleben», sagte eine Anwohnerin, die ihren Namen nicht in der Zeitung lesen möchte.
Die Polizei bittet die Bevölkerung um Mithilfe und hat ein Hinweistelefon eingerichtet. Ob die Tat im Zusammenhang mit anderen Straftaten in der Region steht, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Die nächsten Tage werden zeigen, ob die Beamten den Täter schnell identifizieren können – und ob hinter der Schießerei persönliche Motive oder größere Konflikte stecken.