In der Düsseldorfer Innenstadt fielen heute Nacht Schüsse auf ein Taxi, wobei der Fahrer schwer verletzt wurde. Der 47-jährige Mann wurde gegen 2:30 Uhr an der Ecke Berliner Allee/Karlstraße von mehreren Kugeln getroffen. Zeugen berichteten von einem dunklen Fahrzeug, das unmittelbar nach den Schüssen vom Tatort flüchtete. Der Taxifahrer befindet sich derzeit im Universitätsklinikum, das zeitweise von Spezialkräften abgeriegelt wurde.
Die Polizei hat eine Großfahndung eingeleitet und die Umgebung des Tatorts weiträumig abgesperrt. Erste Ermittlungen deuten auf einen gezielten Angriff hin. «Wir gehen davon aus, dass es sich nicht um eine zufällige Tat handelt», erklärte Polizeisprecher Robert Schumann gegenüber unserer Redaktion. Die Hintergründe könnten im Bereich der organisierten Kriminalität liegen.
Im Universitätsklinikum wurden die Sicherheitsmaßnahmen massiv verstärkt. «Wir mussten das Klinikum vorübergehend abriegeln, um die Sicherheit aller Patienten und des Personals zu gewährleisten», so eine Sprecherin der Klinik. Besucher wurden gebeten, das Gebäude zu verlassen, während bewaffnete Beamte die Eingänge kontrollierten.
Auf dem Weg zur Pressekonferenz beobachtete ich zahlreiche verunsicherte Anwohner, die die Polizeiabsperrungen fotografierten. Ein Taxifahrer, der anonym bleiben möchte, berichtete mir: «Wir haben schon länger Angst vor Überfällen, aber Schüsse – das ist eine neue Dimension.»
Dieser Vorfall reiht sich in eine beunruhigende Entwicklung ein. In den vergangenen Monaten hat die Gewalt im Düsseldorfer Nachtleben spürbar zugenommen. Die Polizei hat eine Sonderkommission eingerichtet und bittet Zeugen, sich zu melden. Wie es weitergeht? Die nächsten Tage werden zeigen, ob die Täter gefasst werden können – und ob wir es mit einem neuen Kapitel der Unsicherheit in unserer Stadt zu tun haben.