Der Wintereinbruch in Niedersachsen sorgt für erhebliche Verkehrsbehinderungen und Schulausfälle in mehreren Landkreisen. Seit dem frühen Morgen kämpfen Räumdienste gegen Schnee und Glätte. Im Landkreis Göttingen fällt heute der Präsenzunterricht komplett aus, während andere Regionen auf Notbetreuung oder Distanzunterricht umstellen müssen.
Der Deutsche Wetterdienst warnt weiterhin vor Glätte und Schneeverwehungen. In meinen zwanzig Jahren Berichterstattung habe ich selten erlebt, dass die Wetterlage so plötzlich umschlug. Gestern noch frühlingshafte Temperaturen, heute Winterchaos. «Die Situation ist besonders gefährlich, weil viele Autofahrer nicht mehr mit winterlichen Straßenverhältnissen gerechnet haben», erklärt Polizeisprecher Martin Felder aus Göttingen.
Im Landkreis Northeim findet der Unterricht heute nur als Distanzlernen statt. Auch in Hameln-Pyrmont und Hildesheim gibt es Einschränkungen. Die Verkehrsbetriebe melden zahlreiche Ausfälle im Busverkehr. Auf den Autobahnen A7 und A2 kam es bereits zu mehreren Unfällen, glücklicherweise bisher ohne Schwerverletzte.
Die Wetterprognose gibt wenig Hoffnung auf schnelle Besserung. Erst am Donnerstag soll die Kaltfront abziehen. Eltern und Schüler sollten sich über die Webseiten ihrer Schulen oder die lokalen Medien informieren. Das plötzliche Winterchaos zeigt einmal mehr: Der Klimawandel bedeutet nicht nur Erwärmung, sondern vor allem Wetterextreme und Unberechenbarkeit.