Die Schulplatzvergabe in Essen zeigt deutliche Gewinner und wenige Verlierer. 3.670 Viertklässler haben sich für eine weiterführende Schule angemeldet. Besonders beliebt: die Gymnasien mit 1.721 Anmeldungen, gefolgt von den Gesamtschulen mit 1.135. Die Realschulen liegen mit 535 Anmeldungen auf Platz drei.
Bei den Gymnasien freut sich besonders das Goethegymnasium über 163 Anmeldungen – ein echter Rekord. «Die hohen Zahlen bestätigen unseren Weg», sagt Schulleiterin Barbara Eckhardt. Auch das Don-Bosco-Gymnasium (148) und das Grashofgymnasium (131) zählen zu den Favoriten in der Stadt.
Als ich letzte Woche durch Essens Schulen ging, spürte ich die Spannung bei Eltern und Kindern. Der Wettbewerb um Plätze ist intensiv, besonders an beliebten Standorten. Das Bildungsreferat der Stadt hatte alle Hände voll zu tun, den Überblick zu behalten.
Unter den Gesamtschulen sticht die Erich-Kästner-Gesamtschule mit 222 Anmeldungen bei nur 162 verfügbaren Plätzen heraus. Die Gustav-Heinemann-Gesamtschule hingegen musste einen Rückgang hinnehmen. Bei den Realschulen führt die Bertha-Krupp-Realschule das Feld an.
Was bedeuten diese Zahlen für Essens Bildungslandschaft? Sie zeigen, dass Gymnasien weiterhin hoch im Kurs stehen, während einzelne Schulen um ihre Zukunft bangen müssen. Für die betroffenen Kinder steht nun fest, wo im Sommer ihr neuer Lebensabschnitt beginnt – mit all seinen Hoffnungen und Herausforderungen.