Als ich gestern am Rheinbad vorbeikam, sah ich lange Schlangen trotz des mäßigen Wetters. Dieses Bild spiegelt einen klaren Trend: Die neuen und sanierten Schwimmbäder in Düsseldorf erfreuen sich enormer Beliebtheit. Nach Zahlen der Bädergesellschaft stiegen die Besucherzahlen im ersten Halbjahr 2024 um fast 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Besonders das modernisierte Allwetterbad Flingern und das neugestaltete Rheinbad ziehen die Menschen magisch an.
«Die Investitionen in unsere Bäder zahlen sich jetzt aus», erklärt Bäderchef Roland Kettler im Gespräch. «Mit über 900.000 Badegästen allein bis Juni haben wir unsere Erwartungen deutlich übertroffen.» Besonders erfreulich: Auch die Schwimmkurse für Kinder sind ausgebucht. Nach den Corona-Jahren holen viele Familien den versäumten Schwimmunterricht nach.
Ein Grund für den Erfolg liegt in den neuen Attraktionen wie der Rutschenlandschaft im Rheinbad. Aber auch das Konzept flexibler Öffnungszeiten kommt gut an. Der Eintritt bleibt mit durchschnittlich 5,50 Euro für Erwachsene moderat. In Zeiten steigender Freizeitkosten ein wichtiger Faktor.
Nach meinen Beobachtungen hat sich auch die Atmosphäre in den Bädern verändert. Die Badesaison in Düsseldorf läuft besser als erwartet – und das trotz des durchwachsenen Sommerwetters. Gerade für Kinder aus weniger privilegierten Stadtteilen sind die Bäder wieder wichtige soziale Treffpunkte geworden. Die Frage bleibt: Können die Zahlen auch nach dem Neuigkeitseffekt hochgehalten werden? Die Weichen dafür sind gestellt.