Die letzten Proben für den Semperopernball 2024 in Dresden laufen auf Hochtouren. Nach drei Jahren Pause kehrt das gesellschaftliche Großereignis am kommenden Freitag zurück auf die Bühne. Die Vorbereitungen sind in vollem Gang – von den Tanzpaaren bis zu den internationalen Künstlern.
In der Semperoper herrscht konzentrierte Betriebsamkeit. Unter dem Motto «Lasst uns tanzen» werden rund 2.300 Gäste erwartet, darunter viele Prominente aus Wirtschaft, Politik und Kultur. Die Choreografin Stefanie Lichtmess arbeitet noch an den letzten Details mit den Debütanten. «Wir haben insgesamt 60 Tanzpaare, die monatelang trainiert haben. Die Aufregung ist greifbar, aber alle sind hochmotiviert.»
Nach der Corona-Pause und finanziellen Schwierigkeiten des früheren Veranstalters übernimmt nun der Freistaat Sachsen die Organisation. «Wir wollen den Ball als kulturelles Aushängeschild Dresdens neu positionieren», erklärt Kultusminister Christian Piwarz. Die Kosten von rund 1,5 Millionen Euro werden teilweise durch Sponsoren und Ticketverkäufe gedeckt.
Die Semperoper verwandelt sich derweil in einen prächtigen Ballsaal. Bühnenbildner arbeiten bis zur letzten Minute am aufwendigen Dekor. Als ich gestern durch die Gänge lief, konnte man die Spannung förmlich spüren – zwischen Kostümproben und Orchesterklängen entsteht hier ein kulturelles Highlight.
Musikalisch erwartet die Gäste ein vielseitiges Programm mit der Staatskapelle Dresden und internationalen Stars wie dem italienischen Tenor Massimo Giordano. Trotz aller Begeisterung gibt es auch kritische Stimmen zur staatlichen Finanzierung. Doch wie der Dresdner sagt: «Glanz und Gloria kommen nie aus der Mode.» Die Frage bleibt: Kann der Ball nach der langen Pause wieder an alte Glanzzeiten anknüpfen?