Die dramatische Minuten bewegten jeden im Saal: Schauspiellegende Senta Berger (82) ist am Montagabend während einer Loriot-Lesung im Hamburger St. Pauli Theater schwer gestürzt. Die Veranstaltung, die so heiter begann, endete im Schockmoment. Nach ersten Berichten stolperte Berger auf der Bühne und stürzte mit dem Gesicht voran zu Boden.
Das Publikum erlebte den Unfall live mit. «Es war furchtbar anzusehen. Sie ist ausgerutscht und mit voller Wucht gestürzt», berichtete mir eine Zuschauerin, die in der vierten Reihe saß. Sanitäter eilten sofort herbei, die Vorstellung wurde abgebrochen. Berger, die durch zahllose Filme und TV-Produktionen bekannt ist, musste direkt ins Krankenhaus gebracht werden.
Laut Theaterleitung erlitt die Schauspielerin eine Kopfverletzung und wurde im UKE behandelt. «Wir sind alle sehr betroffen», sagte Intendant Thomas Collien. Berger hatte zusammen mit Sky du Mont Texte von Loriot vorgetragen – eine Hommage an den großen deutschen Humoristen, der lange in Hamburg lebte.
Ich erinnere mich an mein letztes Interview mit Senta Berger in München vor drei Jahren. Schon damals sprach sie über ihre Vorsicht bei Auftritten: «Mit dem Alter muss man achtsamer werden, aber aufhören möchte ich nie.» Diese Lebensfreude macht sie bis heute zur Ikone des deutschsprachigen Films.
Die kommenden Aufführungen der Loriot-Abende wurden vorerst abgesagt. Fans und Kollegen senden Genesungswünsche. Der Vorfall zeigt einmal mehr: Auch die größten Stars bleiben verletzlich. Wir wünschen Senta Berger schnelle Besserung – die Kulturwelt braucht starke Frauen wie sie.