SGS Essen Sorgen werden größer – diese Veränderungen greifen noch nicht
Die SGS Essen befindet sich in einer der schwierigsten Phasen ihrer Vereinsgeschichte. Der Trainerwechsel von Markus Högner zu Sascha Mölders sollte frischen Wind bringen, doch nach vier Partien wartet der neue Coach weiterhin auf seinen ersten Sieg. Die jüngste 0:4-Niederlage gegen die TSG Hoffenheim war ein weiterer herber Rückschlag im Kampf um den Klassenerhalt.
Die Essenerinnen, früher bekannt für ihre dynamische Spielweise und ihre Talentschmiede, wirken derzeit wie gelähmt. Gegen Hoffenheim offenbarten sie erneut altbekannte Schwächen: mangelnde Durchschlagskraft im Angriff und alarmierende Fehler in der Defensive. «Wir müssen uns schleunigst stabilisieren», forderte Mölders nach dem Spiel. «In unserer Situation zählt jeder Punkt.»
Mit nur sechs Zählern aus 13 Spielen steht die SGS auf dem vorletzten Platz der Frauen-Bundesliga. Der Abstieg wäre für den Verein, der jahrelang als Ausbildungsstätte für Nationalspielerinnen galt, ein dramatischer Einschnitt. Besonders bitter: Die versprochene Aufbruchstimmung durch den Trainerwechsel ist bislang verpufft.
Hoffnung macht immerhin die kämpferische Einstellung. «Wir geben nicht auf», betonte Kapitänin Annalena Rieke. «Jetzt müssen wir gegen die direkten Konkurrenten punkten.» Tatsächlich stehen in den kommenden Wochen entscheidende Duelle gegen Köln und Nürnberg an – Partien, die über Abstieg oder Klassenerhalt entscheiden könnten. Für die SGS und ihren neuen Trainer könnte es kaum mehr um alles gehen.