Der Transfermarkt schlägt wieder zu: Silas Katompa Mvumpa verlässt nach viereinhalb Jahren den VfB Stuttgart und schließt sich dem FSV Mainz 05 an. Ein überraschender Wechsel, der sowohl für den Spieler als auch für die abstiegsbedrohten Rheinhessen eine neue Chance bedeutet. Während Stuttgart mit seiner aktuellen Offensive um Undav, Führich und Millot glänzt, saß der 25-jährige Kongolese zuletzt meist nur auf der Bank.
Für Mainz könnte der pfeilschnelle Offensivspieler genau das fehlende Puzzlestück sein. Mit nur 14 erzielten Toren stellt der FSV die zweitschwächste Offensive der Liga – hier soll Silas mit seiner Dynamik und seinem Tempo für frischen Wind sorgen. «Silas bringt genau die Qualitäten mit, die wir für unser Spiel brauchen», erklärte Christian Heidel, der Sportvorstand der 05er. Die Ablöse soll bei etwa fünf Millionen Euro liegen, was angesichts des Potentials des Spielers ein durchaus faires Geschäft sein könnte.
Die Geschichte von Silas ist dabei besonders bemerkenswert. Nach den Turbulenzen um seine falsche Identität, die 2021 für Schlagzeilen sorgte, kämpfte er sich zurück, konnte aber nie mehr an seine Glanzzeit von 2019 bis 2021 anknüpfen. In Mainz bekommt er nun die Chance auf einen Neuanfang. Für die Stuttgarter Fans bleibt die Erinnerung an seine spektakulären Läufe und wichtigen Tore, besonders in der Aufstiegssaison.
Ob sich die Investition für Mainz auszahlt, wird sich in den kommenden Wochen zeigen. Der Klassenerhalt hat absolute Priorität, und mit Silas haben die Rheinhessen nun ein weiteres Argument im Abstiegskampf. Die technischen Fähigkeiten und das Tempo des Kongolesen könnten genau das sein, was der FSV braucht, um die notwendigen Punkte zu sammeln. Ein spannendes Kapitel für beide Seiten beginnt.