Die Zeit der Knallerei rückt näher: In wenigen Tagen wird Silvester gefeiert, und viele Menschen bereiten sich bereits auf das traditionelle Feuerwerk vor. Doch nicht überall in Niedersachsen darf geböllert werden. In mehreren Städten gilt ein teilweises oder vollständiges Böllerverbot. Wer sich nicht daran hält, dem drohen Bußgelder von bis zu 50.000 Euro. Die Regelungen sind von Ort zu Ort unterschiedlich, und viele Städte haben ihre Verbotszonen in diesem Jahr erweitert.
In Hannover gilt das Verbot in der gesamten Innenstadt, besonders rund um den Hauptbahnhof, wo sich in den letzten Jahren gefährliche Situationen ereignet haben. «Die Sicherheit der Menschen steht für uns an erster Stelle», erklärt Oberbürgermeister Belit Onay. Auch in Göttingen dürfen Feuerwerkskörper in der Altstadt nicht gezündet werden. In Braunschweig umfasst die Verbotszone den Bereich zwischen Dom, Schloss und Rathaus.
Was mich bei meinen Recherchen überrascht hat: Nicht nur historische Gebäude werden geschützt, sondern zunehmend auch Bereiche, wo Tiere leben. In Osnabrück beispielsweise gilt das Verbot im Umkreis des Zoos und mehrerer Altenheime. «Viele ältere Menschen leiden unter dem Lärm», berichtet die Leiterin eines Seniorenzentrums.
Die Einschränkungen betreffen übrigens nicht nur das Zünden, sondern in vielen Städten auch das Mitführen von Feuerwerkskörpern. Die Polizei hat angekündigt, die Einhaltung der Verbote verstärkt zu kontrollieren. Besonders nach den Ausschreitungen im vergangenen Jahr in Hamburg und Berlin sind die Behörden alarmiert.
Wer ohne Knallerei feiern möchte, findet Alternativen: In Oldenburg gibt es erstmals eine zentrale Lichtshow, Lüneburg setzt auf ein musiksynchrones Laserevents. Die Frage bleibt: Brauchen wir wirklich immer mehr Feuerwerk, oder finden wir neue Wege, das neue Jahr zu begrüßen?