Die Silvesternacht in Hamburg verlief überwiegend friedlich, besonders die Feierlichkeiten an der Binnenalster und in der Hafenstadt zogen tausende Menschen an. Nach Angaben der Polizei feierten rund 10.000 Personen den Jahreswechsel am Jungfernstieg, während das traditionelle Feuerwerk über dem Hafen für leuchtende Augen sorgte.
«Die Stimmung war ausgelassen, aber größtenteils kontrolliert», berichtet Polizeisprecherin Sandra Levgrün. Die Einsatzkräfte waren mit verstärkter Präsenz vor Ort, nachdem es in den Vorjahren vereinzelt zu Ausschreitungen gekommen war. In der Hafencity, wo sich besonders viele Familien mit Kindern versammelten, wurde das neue Jahr mit einem professionellen Höhenfeuerwerk begrüßt.
Dennoch musste die Feuerwehr zu mehr als 1.500 Einsätzen ausrücken – etwa 40 Prozent mehr als an normalen Tagen. «Die meisten Einsätze waren glücklicherweise harmlos, aber wir hatten auch einige Verletzte durch unsachgemäßen Umgang mit Feuerwerkskörpern», erklärt Feuerwehrmann Thomas Weber.
In Hamburg-Altona kam es kurz nach Mitternacht zu einem Brand in einem Mehrfamilienhaus, vermutlich ausgelöst durch eine fehlgeleitete Rakete. Drei Personen erlitten leichte Rauchvergiftungen. Ich war selbst vor Ort und konnte beobachten, wie schnell und professionell die Rettungskräfte reagierten – ein beruhigendes Gefühl in einer solchen Nacht.
Bemerkenswert war die große Zahl internationaler Gäste. «Wir kommen jedes Jahr aus Dänemark hierher, Hamburg hat einfach die schönste Silvesterfeier», erzählte mir die dänische Touristin Lena Jensen.
Die Aufräumarbeiten laufen seit den frühen Morgenstunden auf Hochtouren. Die Stadtreinigung rechnet mit etwa 30 Tonnen Müll – ein Problem, das uns auch in Zukunft beschäftigen wird. Müssen wir über nachhaltigere Formen des Feierns nachdenken? Die Diskussion darüber hat in Hamburg längst begonnen.