Die Ludwigstraße verwandelte sich in der Silvesternacht in Münchens größte Partymeile. Über 10.000 Menschen feierten gemeinsam den Jahreswechsel zwischen Odeonsplatz und Siegestor. Nach zwei Jahren ohne offizielle Feierlichkeiten organisierte die Stadt erstmals wieder eine zentrale Silvesterparty – ohne Feuerwerk, aber mit Live-DJs und einer entspannten, friedlichen Atmosphäre.
«Es war einfach wunderbar zu sehen, wie die Menschen zusammenkamen», berichtet Polizeisprecher Martin Schmidt. Die Einsatzkräfte verzeichneten trotz der Menschenmassen kaum Zwischenfälle. Dieses positive Bild bestätigt auch Oberbürgermeister Dieter Reiter: «München hat gezeigt, wie man respektvoll und gemeinsam feiern kann.«
Als ich gegen 23 Uhr auf der Ludwigstraße eintraf, war die Stimmung bereits ausgelassen. Familien mit Kindern, Studenten und ältere Münchner – hier feierten alle Generationen gemeinsam. Die Musik der DJs sorgte für Tanzstimmung, während an den Essensständen lange Schlangen entstanden.
Besonders beeindruckend: Das Feuerwerksverbot in der Innenstadt wurde weitgehend eingehalten. Stattdessen erleuchteten Lichtinstallationen den Nachthimmel. «Wir wollten zeigen, dass man auch ohne Böller Silvester feiern kann», erklärt Veranstaltungsleiter Thomas Lorenz. Eine Besucherin aus dem Glockenbachviertel ergänzt: «Für meine Kinder war das viel schöner als laute Knallerei.»
Die erfolgreiche Premiere der Ludwigstraßen-Party könnte den Grundstein für eine neue Münchner Tradition legen. Für das kommende Jahr plant die Stadt bereits eine Erweiterung des Konzepts. Wie sich zeigt, braucht ein gelungener Jahreswechsel weder Lärm noch Rauch – manchmal reichen Menschen, die gemeinsam feiern wollen.