Die Sorge um ihre Wertsachen trieb gestern Vormittag zahlreiche Kunden zur Sparkasse Gelsenkirchen. Einbrecher waren in der Nacht zuvor in den Tresorraum der Filiale am Heinrich-König-Platz eingedrungen. Als die Nachricht die Runde machte, versammelten sich besorgte Schließfachbesitzer vor dem Gebäude – teilweise mit hochemotionalen Reaktionen.
Laut Polizei Gelsenkirchen drangen die Täter durch ein Fenster in die Bank ein und verschafften sich anschließend Zugang zum Tresorraum. «Der Einbruch wurde am frühen Mittwochmorgen entdeckt, als Mitarbeiter zum Dienst erschienen», bestätigte ein Polizeisprecher. Wie viele Schließfächer aufgebrochen wurden und wie hoch der Schaden ist, bleibt unklar.
Vor Ort entwickelte sich eine angespannte Situation. Dutzende Kunden drängten sich vor der Filiale, einige versuchten, sich gewaltsam Zugang zu verschaffen. «Ich habe mein Familienerbe in diesem Schließfach», rief eine ältere Dame verzweifelt. Die Sparkasse musste schließlich die Polizei rufen, um die Lage zu beruhigen.
Ich habe solche Szenen schon nach Bankeinbrüchen in Baden-Württemberg erlebt. Was in Schließfächern lagert, hat oft mehr emotionalen als materiellen Wert – Familienerbstücke, persönliche Dokumente, Erinnerungen. Der Verlust trifft Menschen mitten ins Herz.
Die Sparkasse hat inzwischen ein Krisenteam eingerichtet und kontaktiert betroffene Kunden direkt. «Wir verstehen die Sorgen unserer Kunden und arbeiten mit Hochdruck an einer Lösung», erklärte ein Sprecher. Die Polizei sucht weiter nach den Tätern. Was bleibt, ist die Frage nach der Sicherheit von Bankschließfächern – vermeintlich die sichersten Orte für unsere wertvollsten Besitztümer.