In Düsseldorf kam es am Montagnachmittag zu einem schrecklichen Unfall, der einen Menschen aus Oberhausen schwer verletzte. Eine Person wurde von einer Straßenbahn erfasst und mehrere hundert Meter mitgeschleift. Erst am Hauptbahnhof konnte die Bahn zum Stehen gebracht werden. Die Einsatzkräfte rückten sofort mit einem Großaufgebot aus.
Die genauen Umstände sind noch unklar. «Wir ermitteln derzeit, wie es zu diesem tragischen Vorfall kommen konnte«, erklärt Polizeisprecher Martin Weber. Nach ersten Erkenntnissen soll das Opfer am Konrad-Adenauer-Platz auf die Gleise geraten sein. Der Straßenbahnfahrer bemerkte den Zusammenstoß offenbar nicht sofort und fuhr weiter.
Als ich vor Jahren über ähnliche Unfälle in Hamburg berichtete, zeigte sich immer wieder: Die psychischen Folgen für Zeugen und Bahnfahrer sind oft verheerend. In Düsseldorf standen gestern viele Passanten unter Schock.
Die Rheinbahn richtete einen Ersatzverkehr mit Bussen ein. Zahlreiche Pendler mussten Verspätungen in Kauf nehmen. Ein Kriseninterventionsteam betreute Augenzeugen und den Fahrer der Straßenbahn.
Die Verbindung zwischen Oberhausen und Düsseldorf wird täglich von tausenden Menschen genutzt. Dieser Vorfall wirft erneut die Frage nach Sicherheitsmaßnahmen an Bahnübergängen und Haltestellen auf. Wie kann verhindert werden, dass Menschen auf die Gleise geraten? Eine Antwort darauf muss gefunden werden – für die Sicherheit aller.