In Dresden müssen Fahrgäste ab Januar 2025 tiefer in die Tasche greifen, wenn sie ein Taxi nutzen. Der Stadtrat hat gestern mit großer Mehrheit für eine Erhöhung der Taxitarife gestimmt. Der Grundpreis steigt von 3,90 auf 4,50 Euro – ein Plus von gut 15 Prozent. Auch der Kilometerpreis wird deutlich angehoben: von bisher 2,20 Euro auf 2,50 Euro.
«Die letzte Erhöhung liegt vier Jahre zurück. Seitdem sind die Kosten für die Taxiunternehmen massiv gestiegen», erklärt Verkehrsbürgermeister Stephan Kühn. Besonders der Mindestlohn und steigende Energiepreise belasten die Branche. Nach Angaben des Dresdner Taxiverbands können viele der 88 Unternehmen mit rund 400 Fahrzeugen kaum noch kostendeckend arbeiten.
Neu ist die Einführung von Festpreisen für beliebte Strecken. Wer beispielsweise vom Hauptbahnhof zum Flughafen will, zahlt künftig pauschal 32 Euro – unabhängig von Staus oder Umleitungen. «Das schafft Transparenz und Planungssicherheit für Touristen und Geschäftsreisende», betont Taxiunternehmer Holger Pfitzmann.
Bei meinen Gesprächen mit Dresdner Taxifahrern wurde deutlich: Viele sehen die Erhöhung als überlebenswichtig. «Wir haben lange durchgehalten, aber ohne Anpassung können wir nicht mehr existieren», sagte mir ein Fahrer, der seit 22 Jahren durch die Elbstadt kurvt.
Kritik kommt vor allem von Seniorenverbänden. Sie befürchten, dass ältere Menschen mit kleinen Renten sich Taxifahrten zu Arztbesuchen nicht mehr leisten können. Der Stadtrat will daher prüfen, ob für bestimmte Personengruppen Ermäßigungen möglich sind. Die Frage bleibt: Wie schaffen wir bezahlbare Mobilität für alle Dresdner – trotz steigender Kosten?