In Dresden-Striesen endete ein tragischer Verkehrsunfall mit dem Tod einer Fußgängerin. Die 84-jährige Seniorin erlag am Donnerstag im Krankenhaus ihren schweren Verletzungen, nachdem sie bereits am 23. August von einem Auto erfasst worden war. Nach Angaben der Polizeidirektion Dresden wollte die Frau die Schandauer Straße überqueren, als es zu dem folgenschweren Zusammenstoß mit dem Wagen eines 68-jährigen Fahrers kam.
Die Dresdner Verkehrspolizei ermittelt nun intensiv zur genauen Unfallursache. Besonders der Bereich um die Kreuzung Schandauer/Bergmannstraße gilt bei Anwohnern schon länger als Gefahrenpunkt. «Wir beobachten hier regelmäßig kritische Situationen zwischen Autofahrern und Fußgängern», berichtet eine langjährige Anwohnerin im Gespräch.
Laut Verkehrsunfallstatistik des Polizeipräsidiums Dresden stieg die Zahl der schwerverletzten Fußgänger im Stadtgebiet im vergangenen Jahr um 12 Prozent. Bei meinen Recherchen in der Dresdner Neustadt und in Striesen höre ich immer wieder die gleichen Sorgen: zu hohe Geschwindigkeiten und unübersichtliche Kreuzungen.
Was mich bei diesem Fall besonders nachdenklich stimmt: Der Unfall ereignete sich bei Tageslicht und guter Sicht. Die Polizei bittet Zeugen, die den Unfallhergang beobachtet haben, sich zu melden. Der Fahrer erlitt einen Schock und wurde vor Ort medizinisch betreut.
Es bleibt die Frage, wie solche Tragödien künftig verhindert werden können. Die Stadtverwaltung prüft bereits zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen an mehreren Kreuzungen im Stadtgebiet. Für die Angehörigen der Verstorbenen kommt jede Hilfe zu spät – ein Schicksal, das uns alle berühren sollte.