Das Tauziehen um Tom Moustier geht in die nächste Runde. Der Mittelfeldstratege von Rot-Weiss Essen hat sich mit seinen starken Leistungen ins Rampenlicht gespielt – und das bleibt in der Fußballwelt nicht unbemerkt. Seit Wochen kursieren Gerüchte über einen möglichen Winterwechsel des Belgiers, der an der Hafenstraße längst zum Publikumsliebling avanciert ist. Doch was ist wirklich dran an den Spekulationen?
Die Fakten liegen auf dem Tisch: RWE hat Moustier ein verbessertes Vertragsangebot vorgelegt. Der Klub möchte den technisch versierten Mittelfeldspieler unbedingt halten – kein Wunder bei seinen Statistiken. Mit vier Toren und sechs Vorlagen in 15 Spielen gehört er zu den Leistungsträgern der Mannschaft. «Tom ist ein Schlüsselspieler für unser System», bestätigt Sportdirektor Marcus Steegmann im Gespräch mit der WAZ. «Wir sind in konstruktiven Gesprächen und haben ihm aufgezeigt, welche Rolle er in unseren Zukunftsplänen spielt.»
Hinter den Kulissen wird jedoch heftig gepokert. Mindestens drei Zweitligisten sollen ihre Fühler nach dem 24-Jährigen ausgestreckt haben. Besonders hartnäckig halten sich die Gerüchte um ein Interesse des 1. FC Magdeburg. Moustiers Vertrag läuft im Sommer aus – eine klassische Situation, in der Spieler und Berater ihre Verhandlungsposition stärken können. Für RWE stellt sich die Frage: Verkaufen im Winter und eine Ablöse kassieren oder das Risiko eingehen, ihn im Sommer ablösefrei zu verlieren?
Die Essener Fans machen derweil ihre Position deutlich. Beim letzten Heimspiel prangte ein riesiges Banner mit der Aufschrift «Tom bleibt!» auf der Tribüne. Die Hafenstraße liebt ihre Nummer 10, die mit ihrer Spielintelligenz und Torgefahr zum Gesicht des Teams geworden ist.
Was bedeutet das für die Rückrunde? Moustier selbst hält sich bedeckt, soll aber laut Insider-Informationen durchaus offen für einen Verbleib sein. Die Essener Verantwortlichen hoffen, noch vor Weihnachten Klarheit zu schaffen. Bis dahin bleibt die Zukunft des belgischen Mittelfeldkünstlers das heißeste Gesprächsthema an der Hafenstraße.