Die Polizei Essen sucht nach zwei maskierten Tätern, die gestern Abend eine Tankstelle im Stadtteil Horst überfallen haben. Gegen 21:30 Uhr betraten die Männer den Verkaufsraum und bedrohten den 28-jährigen Kassierer mit einer Schusswaffe. Nach Angaben der Polizei forderten sie die Herausgabe der Tageseinnahmen.
Mit einem niedrigen vierstelligen Betrag flüchteten die Täter zu Fuß in Richtung Dahlhauser Straße. Eine sofort eingeleitete Fahndung blieb erfolglos. Der Tankstellenmitarbeiter erlitt einen Schock, blieb aber körperlich unverletzt.
«Die Täter waren auf die Abläufe offenbar gut vorbereitet», erklärt Polizeihauptkommissarin Maria Weber. «Sie wussten genau, wann die Kasse gut gefüllt ist.» Das Duo wird als 20 bis 30 Jahre alt beschrieben, beide trugen dunkle Kleidung und Sturmhauben. Der Haupttäter soll auffallend groß sein – etwa 1,90 Meter.
Es ist bereits der dritte Tankstellenüberfall in Essen innerhalb von zwei Monaten. Als Reporterin habe ich nach ähnlichen Vorfällen immer wieder erlebt, wie diese Taten das Sicherheitsgefühl der Angestellten erschüttern. Viele Tankstellenbetreiber investieren mittlerweile in zusätzliche Überwachungssysteme.
Die Kripo wertet nun Videomaterial aus und bittet Zeugen, die im Bereich Dahlhauser Straße/Horster Straße verdächtige Personen bemerkt haben, sich zu melden. Tankstellenpächter Mehmet K. zeigte sich erschüttert: «Wir haben erst letzten Monat zusätzliche Kameras installiert. Aber gegen bewaffnete Räuber hilft selbst das nicht immer.»
Die Polizei prüft Zusammenhänge mit früheren Überfällen in der Region und hat eine Sonderkommission gebildet. Die Ermittler vermuten, dass hinter der Tat lokale Täter stecken könnten. Manchmal reicht ein kleiner Hinweis, um den entscheidenden Durchbruch zu erzielen.