Die dramatische Szene spielte sich mitten im Frankfurter Stadtverkehr ab: Ein 32-jähriger Mann rammte am Dienstagabend einen Polizei-Streifenwagen und brachte mehrere Beamte in Gefahr. Was als routinemäßige Verkehrskontrolle begann, endete in einer gefährlichen Verfolgungsjagd durch die Mainmetropole.
Nach Angaben der Polizei wollten die Beamten den Fahrer eines Audi gegen 22:30 Uhr im Stadtteil Höchst kontrollieren. Doch statt anzuhalten, gab der Mann Gas. Mit riskanten Fahrmanövern versuchte er zu entkommen, ignorierte rote Ampeln und raste mit überhöhter Geschwindigkeit durch die Straßen.
«Der Verdächtige hat mehrfach bewusst unser Fahrzeug gerammt und dabei auch in Kauf genommen, dass Kollegen verletzt werden könnten», erklärte ein Polizeisprecher gegenüber lokalen Medien. Glücklicherweise wurde bei der Verfolgungsjagd niemand ernsthaft verletzt.
In meinen fast zwanzig Jahren als Reporterin habe ich immer wieder erlebt, wie solche Situationen für die Einsatzkräfte in Sekundenbruchteilen lebensgefährlich werden können. Die Polizisten müssen in solchen Momenten blitzschnell zwischen Eigensicherung und Gefahrenabwehr abwägen.
Erst in Griesheim konnten die Beamten den Flüchtigen schließlich stoppen. Der Mann wurde festgenommen und sitzt nun in Untersuchungshaft. Bei der Durchsuchung seines Fahrzeugs fanden die Ermittler Betäubungsmittel – ein mögliches Motiv für seine verzweifelte Flucht.
Die Staatsanwaltschaft ermittelt nun wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr, gefährlicher Körperverletzung und Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz. Der Fall wirft ein Schlaglicht auf die zunehmenden Gefahren, denen Polizeibeamte bei alltäglichen Einsätzen ausgesetzt sind.