In Essen-Frohnhausen hat ein Verkehrsunfall heute Morgen beinahe ein tödliches Ende genommen. Ein 23-jähriger Autofahrer verlor gegen 6:30 Uhr die Kontrolle über seinen Wagen und prallte frontal gegen einen Baum. Das Fahrzeug fing sofort Feuer. Ohne das beherzte Eingreifen eines Zeugen hätte der schwer verletzte Mann wohl nicht überlebt.
Der 42-jährige Ersthelfer sah den brennenden Wagen, rannte ohne zu zögern zum Unfallort und zog den bewusstlosen Fahrer aus dem Wrack – Sekunden, bevor die Flammen den Innenraum vollständig erfassten. «Es war knapp. Als ich ihn erreichte, war das Auto schon stark verqualmt», berichtet der Retter, der anonym bleiben möchte. Der verletzte Fahrer wurde umgehend ins Krankenhaus gebracht.
Was in Frohnhausen passiert ist, erlebe ich in meiner Berichterstattung selten: Menschen, die instinktiv das Richtige tun, ohne an die eigene Gefahr zu denken. Die Polizei Essen bestätigt: «Der Zeuge hat dem Fahrer vermutlich das Leben gerettet. Das Auto brannte nach kurzer Zeit vollständig aus.»
Die Unfallursache ist noch unklar. Anwohner berichten jedoch, dass die Kreuzung an der Frohnhauser Straße als Unfallschwerpunkt gilt. Bereits im letzten Jahr forderten Bürger mehr Sicherheitsmaßnahmen. Der Vorfall wirft erneut die Frage auf: Wann werden an bekannten Gefahrenstellen endlich wirksame Maßnahmen ergriffen? Manchmal braucht es mehr als nur einen mutigen Helfer – es braucht auch mutige Entscheidungen.