Der VfB Stuttgart hat am Samstagabend ein wahres Offensivfeuerwerk abgebrannt. Mit einem spektakulären 3:2-Sieg gegen Eintracht Frankfurt untermauerten die Schwaben ihre Champions-League-Ambitionen und boten den 60.000 Zuschauern in der ausverkauften MHPArena ein Fußballfest, das noch lange in Erinnerung bleiben dürfte.
Was für ein verrücktes Spiel! Schon nach 35 Minuten führten die Stuttgarter dank Treffern von Millot und dem überragenden Undav mit 2:0, doch die Frankfurter zeigten Moral. Ekitiké verkürzte noch vor der Pause, und als Marmoush nach dem Seitenwechsel zum Ausgleich traf, schien das Momentum völlig gekippt. Doch die Schwaben bewiesen Charakter.
«Nach dem 2:2 haben wir gesehen, was diese Mannschaft auszeichnet», erklärt Sebastian Hoeneß nach dem Spiel. «Die Jungs haben nie aufgegeben und an sich geglaubt.» Diese Mentalität zahlte sich aus: El Bilal Touré, der im Winter verpflichtete Malier, erzielte in der 83. Minute sein erstes Bundesligator und wurde zum Matchwinner.
Besonders bemerkenswert war das Tempo des Spiels. Mit einer Passquote von über 87% und insgesamt 29 Torschüssen boten beide Teams Offensivfußball vom Feinsten. Die Datenanalysten von Opta bestätigen: Mit einer Expected-Goals-Wertung von zusammengerechnet 5,7 gehörte dieses Match zu den torreichsten der Saison – auch wenn «nur» fünf Treffer fielen.
Während Stuttgart nun mit 63 Punkten auf Champions-League-Kurs bleibt, muss Frankfurt um die Europapokalplätze bangen. Die Frage, die sich viele stellen: Kann dieser furiose VfB in der kommenden Saison auch international für Furore sorgen? Nach diesem Spektakel wäre es keine Überraschung. Eins steht fest: Der Stuttgarter Höhenflug ist kein Zufall mehr – er ist das Ergebnis hervorragender Arbeit auf allen Ebenen.