Die Nachwuchsfußballer des VfB Stuttgart haben beim diesjährigen Mercedes-Benz Junior Cup eine beeindruckende Vorstellung gezeigt, mussten sich im Finale jedoch geschlagen geben. In der Sindelfinger Glaspalast-Arena verfolgten über 2.000 begeisterte Zuschauer das Turnier, das sich längst als Talentschmiede des europäischen Jugendfußballs etabliert hat.
Der VfB dominierte die Gruppenphase mit technisch anspruchsvollem Hallenfußball und zog souverän ins Halbfinale ein. Besonders U19-Talent Luca Münzenberger brillierte mit präzisen Pässen und einem sehenswerten Distanzschuss im Viertelfinale gegen Rapid Wien. «Die Jungs haben unser Spielkonzept hervorragend umgesetzt», lobte VfB-Nachwuchscoach Markus Fiedler. «In der Halle geht es um schnelle Entscheidungen und technische Finesse – genau das haben wir heute größtenteils gezeigt.»
Im Finale trafen die Stuttgarter auf den Nachwuchs von RB Leipzig, der mit aggressivem Pressing und blitzschnellen Kontern überzeugte. Nach einem 1:0-Vorsprung für den VfB drehten die Leipziger das Spiel in den letzten drei Minuten und sicherten sich mit einem 2:1 den Turniersieg. «Natürlich ist die Enttäuschung groß, aber wir können stolz auf unsere Leistung sein», sagte VfB-Kapitän Nils Reichert nach dem Spiel.
Der Mercedes-Benz Junior Cup hat erneut gezeigt, welche enormen Talente im deutschen Nachwuchsfußball heranwachsen. Neben dem sportlichen Wettkampf stand auch der Austausch zwischen den internationalen Teams im Fokus. Für einige Spieler dürfte das Turnier in Sindelfingen ein wichtiger Schritt auf dem Weg in den Profibereich gewesen sein – eine Tradition, die das Turnier seit seiner Gründung pflegt. Schließlich haben hier schon Stars wie Manuel Neuer und Joshua Kimmich ihre ersten größeren Bühnen betreten.