Die Bundesliga-Ansetzung zwischen dem VfB Stuttgart und Union Berlin sorgt für eine ungewöhnliche Situation. Für die Schwaben könnte der Spieltermin am Freitagabend einen entscheidenden Vorteil bedeuten. Nach längerer Zeit spielt der VfB wieder am Freitag und genießt damit eine Seltenheit, die im eng getakteten Spielplan Gold wert sein kann.
Es ist fast in Vergessenheit geraten: Ein Freitagsspiel für den VfB. Seit Monaten drehte sich der Stuttgarter Spielplan vorwiegend um Champions League unter der Woche und Bundesliga am Wochenende. Die Folge: Sebastian Hoeneß und seine Mannschaft mussten fast durchgehend im Drei-Tage-Rhythmus antreten. Die Belastung war enorm, besonders für die Stammkräfte.
«Ein Freitagsspiel gibt uns endlich mal zwei volle Tage mehr Regeneration vor dem nächsten internationalen Auftritt», erklärte ein VfB-Verantwortlicher im kleinen Kreis. Diese zusätzliche Erholungszeit könnte für das anstehende Champions-League-Duell gegen Atalanta Bergamo entscheidend sein. Die Stuttgarter können nach dem Union-Spiel durchatmen, während viele Konkurrenten im engen Zeitfenster rotieren müssen.
Für die Berliner ist die Situation genau umgekehrt. Sie hatten erst am Montagabend ihr letztes Bundesligaspiel gegen Hoffenheim und müssen nun mit verkürzter Vorbereitungszeit in Stuttgart antreten. Der Spielplan bevorzugt diesmal eindeutig die Schwaben, die diese seltene Gelegenheit nutzen wollen, um ihre beeindruckende Heimserie fortzusetzen.
Ob dieser kleine Zeitvorteil tatsächlich den Ausschlag gibt? Im modernen Fußball, wo Belastungssteuerung immer wichtiger wird, könnte er durchaus ein entscheidender Faktor sein. Für den VfB ist es jedenfalls eine willkommene Abwechslung vom kräftezehrenden Rhythmus der letzten Wochen. Die Fans in der MHP Arena hoffen, dass ihre Mannschaft diese günstige Konstellation am Freitagabend in drei Punkte ummünzen kann.