Die politische Landschaft in Brandenburg steht vor einem Umbruch. Mit den Landtagswahlen im Herbst 2024 rückt Ministerpräsident Dietmar Woidke zunehmend in den Fokus. Der SPD-Politiker warnt eindringlich davor, Umfragewerten zu viel Bedeutung beizumessen. «Wahlen gehen oft anders aus, als Umfragen vorhersagen», betonte er kürzlich in einem Interview.
Aktuelle Umfragen zeigen ein beunruhigendes Bild: Die AfD liegt mit etwa 28 Prozent vor der regierenden SPD. Woidke, der seit über zehn Jahren das Land führt, nimmt diese Zahlen ernst, glaubt aber an die Urteilsfähigkeit der Brandenburger. «Die Menschen werden am Ende entscheiden, ob sie jemanden wählen, der unser Land ins Chaos stürzt, oder jemanden, der für Stabilität steht», so der Ministerpräsident mit Blick auf die AfD.
Besonders scharf kritisiert Woidke die rechtspopulistische Partei. Er bezeichnet sie als «rechtsextremistisch» und verweist auf ihre Einstufung durch den Verfassungsschutz in Brandenburg. «Eine Partei, die unsere Demokratie abschaffen will, kann niemals demokratische Mehrheiten vertreten», erklärte er mit deutlichen Worten.
Nach meinen Beobachtungen vor Ort ist die Stimmung in Brandenburg gespalten. In Gesprächen mit Bürgern in Potsdam und der ländlichen Uckermark wird deutlich: Wirtschaftliche Sorgen und das Gefühl, abgehängt zu sein, treiben viele Menschen um. Gleichzeitig gibt es eine starke demokratische Gegenbewegung.
Der politische Herbst in Brandenburg verspricht spannend zu werden. Während Woidke auf seine Erfahrung und Stabilität setzt, könnte die Wahl zu einem Referendum über den Umgang mit Rechtspopulismus werden. Die Frage bleibt: Werden die Brandenburger auf Kontinuität oder Protest setzen?