Der Mittwochmorgen begann für viele Menschen in Hamburg-Eppendorf mit einer unerwarteten Verkehrsbehinderung. Ein massiver Wasserrohrbruch hat die vielbefahrene Kreuzung Kollaustraße/Papenreye komplett lahmgelegt. Gegen 5:30 Uhr brach die Hauptwasserleitung, woraufhin große Wassermengen die Straße überfluteten. Die Wassermassen haben den Asphalt unterspült und erhebliche Schäden verursacht.
«Als ich heute früh aus dem Fenster schaute, dachte ich erst an Starkregen», berichtet Anwohnerin Sabine Meier (54). «Aber dann sah ich, wie das Wasser regelrecht aus dem Boden sprudelte.» Der Druck war so gewaltig, dass Teile des Straßenbelags angehoben wurden.
Die Hamburger Feuerwehr und Hamburg Wasser sind seit den frühen Morgenstunden im Großeinsatz. Techniker konnten mittlerweile die Wasserzufuhr stoppen, doch die Reparaturarbeiten werden voraussichtlich mehrere Tage dauern. «Wir müssen zunächst den kompletten Straßenabschnitt freilegen, um das genaue Ausmaß des Schadens beurteilen zu können», erklärt Einsatzleiter Thomas Weber.
Besonders problematisch: Die betroffene Kreuzung ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt im Hamburger Nordwesten. Umleitungen wurden eingerichtet, aber der HVV meldet erhebliche Verspätungen auf mehreren Buslinien. Nach meiner Einschätzung – ich fahre diese Strecke seit Jahren regelmäßig – wird dies den Berufsverkehr in diesem Teil Hamburgs mindestens bis zum Wochenende massiv beeinträchtigen.
Für die Anwohner gibt es immerhin eine gute Nachricht: Die Wasserversorgung in den umliegenden Wohngebieten konnte weitgehend aufrechterhalten werden. Nur etwa 50 Haushalte sind derzeit ohne fließendes Wasser. Hamburg Wasser hat für diese Anwohner einen Versorgungspunkt mit Trinkwasser eingerichtet.
Der Vorfall erinnert an ähnliche Rohrleitungsschäden der vergangenen Jahre und wirft erneut Fragen nach dem Zustand der teils überalterten Hamburger Wasserinfrastruktur auf. Wird die Stadt jetzt endlich mehr in die Instandhaltung investieren müssen? Für alle, die diese Kreuzung nutzen, bleibt vorerst nur: Geduld haben und Umwege einplanen.