Der Festtagszauber weicht dem Alltag: In ganz Berlin startet nun die Entsorgung der ausgedienten Weihnachtsbäume. Ab dem 8. Januar schwärmen die BSR-Teams in den Kiezen aus, um die Tannen einzusammeln. Laut der Berliner Stadtreinigung gibt es für jeden Bezirk zwei feste Abholtermine – eine logistische Meisterleistung angesichts von über 350.000 Bäumen, die jährlich in der Hauptstadt entsorgt werden müssen.
In Mitte können Anwohner ihre Bäume am 8. und 22. Januar an den Straßenrand stellen. Für Charlottenburg-Wilmersdorf gelten der 11. und 25. Januar, während Friedrichshain-Kreuzberg am 9. und 23. Januar an der Reihe ist. Die BSR bittet darum, die Bäume erst am Vorabend oder spätestens bis 6 Uhr am Abholtag bereitzulegen.
«Die Weihnachtsbaumabholung ist ein wichtiger Teil unserer Kreislaufwirtschaft», erklärt BSR-Sprecherin Sabine Schmidt. «Aus den gesammelten Bäumen entsteht in unseren Anlagen Kompost oder Energie.» Wichtig: Sämtlicher Schmuck, Lametta und künstlicher Schnee müssen vorher entfernt werden.
In meinen fast zwanzig Jahren Berichterstattung hat sich das Bild kaum verändert: Ganze Straßenzüge verwandeln sich nach Heilige Drei Könige in kleine Tannenwälder. Besonders in Prenzlauer Berg, wo viele Familien wohnen, stapeln sich die Bäume an den Sammeltagen meterhoch.
Wer seinen Termin verpasst, kann den Baum kostenlos auf einem der 14 BSR-Recyclinghöfe abgeben. Oder man wartet bis zum zweiten Abholtermin – eine Besonderheit, die es nur in Berlin gibt, wie man mir bei der BSR stolz erklärte. Umweltbewusst und praktisch zugleich.