Die festliche Stimmung liegt weiter in der Düsseldorfer Luft. Während in vielen deutschen Städten die Weihnachtsmärkte längst abgebaut sind, können Besucher hier noch bis zum 30. Dezember Glühwein trinken und Geschenke shoppen. Mit rund 200 Ständen verteilt auf sechs Themenwelten bleibt die Landeshauptstadt ein Magnet für Weihnachtsmarkt-Fans aus der Region und darüber hinaus.
Die verlängerte Öffnungszeit ist kein Zufall. «Wir sehen seit Jahren, dass die Nachfrage nach weihnachtlichem Flair auch nach den Feiertagen ungebrochen ist», erklärt Oscar Bruch, Chef des Riesenrads auf dem Burgplatz. Vor allem Familien nutzen die Zeit «zwischen den Jahren» für gemeinsame Ausflüge. Die Besucherzahlen geben ihm recht: Auch nach Weihnachten bleiben die Plätze gut besucht.
Besonders beliebt ist der Markt der Engel am Heinrich-Heine-Platz mit seinen weißen Pavillons und dem funkelnden Lichterglanz. Während meiner Recherche traf ich Besucher aus den Niederlanden und Belgien, die extra für den Marktbesuch angereist waren. «Die Atmosphäre hier ist einfach anders, viel persönlicher als bei uns», meinte eine Familie aus Maastricht.
Die wirtschaftliche Bedeutung für die Innenstadt ist enorm. Hotellerie und Einzelhandel profitieren erheblich vom verlängerten Weihnachtsgeschäft. «Die Tage nach Weihnachten bringen uns nochmal rund 15 Prozent des Gesamtumsatzes», verrät ein Standbetreiber auf dem Schadowplatz, der nicht namentlich genannt werden möchte.
Wer den Markt noch besuchen will, hat nun die letzte Gelegenheit. Am 30. Dezember um 20 Uhr schließen die Stände. Dann heißt es warten bis zum nächsten Jahr – oder wie wir Düsseldorfer sagen: «Nach dem Weihnachtsmarkt ist vor dem Karneval.»