Die Weihnachtsfeier der Arche bringt Kinderaugen zum Leuchten. Rund 1.000 Kinder aus Berlin feierten gestern bei der größten Kinderweihnachtsfeier der Stadt. Gerade in Zeiten steigender Lebenshaltungskosten ist dieses Fest für viele Familien ein Lichtblick. Jedes Kind erhielt ein persönliches Geschenk – finanziert durch Spenden von Unternehmen und Privatpersonen.
«Dieses Jahr war die Nachfrage besonders groß», berichtet Bernd Siggelkow, Gründer der Arche. «Wir sehen mehr Familien, die trotz Arbeit kaum über die Runden kommen.» Im festlich geschmückten Saal drängten sich Kinder unterschiedlichster Herkunft, während ehrenamtliche Helfer Getränke und selbstgebackene Plätzchen verteilten.
Die achtjährige Leyla strahlte, als sie ihr Geschenk auspackte: «Eine richtige Puppe, die ich mir schon so lange gewünscht habe!» Für viele dieser Kinder ist es oft das einzige Weihnachtsgeschenk, das sie bekommen.
Als Reporterin beobachte ich seit Jahren diese Veranstaltung. Was mich immer wieder berührt: Hier geht es nicht nur um Geschenke, sondern um Gemeinschaft. Kinder, die sonst oft am Rand stehen, erleben einen Tag voller Wertschätzung.
Auch Berlins Sozialsenatorin Cansel Kiziltepe betonte vor Ort: «Die Arche leistet unschätzbar wertvolle Arbeit. Sie gibt Kindern nicht nur Geschenke, sondern auch Hoffnung und das Gefühl, gesehen zu werden.»
Für das kommende Jahr plant die Arche, ihr Angebot weiter auszubauen. Angesichts wachsender sozialer Herausforderungen in unseren Städten bleibt zu hoffen, dass solche Initiativen mehr Unterstützung finden. Die strahlenden Kinderaugen gestern haben jedenfalls gezeigt: Manchmal kann ein kleines Geschenk einen großen Unterschied machen.