Der Wintereinbruch hat Berlin heute früh überrascht. Seit den Morgenstunden fallen Schneeflocken auf die Hauptstadt, begleitet von Sturmböen mit Geschwindigkeiten bis zu 85 Kilometer pro Stunde. Der Deutsche Wetterdienst hat eine amtliche Warnung vor Glätte und Sturm herausgegeben, die voraussichtlich bis morgen Mittag gelten wird.
In den nördlichen Bezirken wie Pankow und Reinickendorf wurden bereits fünf Zentimeter Neuschnee gemessen. Auf den Straßen bildet sich gefährliches Glatteis, was zu ersten Unfällen im Berufsverkehr führte. Die Berliner Verkehrsbetriebe melden Verspätungen auf mehreren Buslinien.
«Bei diesen Bedingungen sollten alle Verkehrsteilnehmer besondere Vorsicht walten lassen», warnt Polizeisprecher Michael Bergmann. «Wir haben die Streudienste seit 4 Uhr im Volleinsatz.»
Ich erinnere mich an ähnliche Wintereinbrüche in den letzten Jahren – immer dann, wenn die Stadt gerade nicht damit rechnet, schlägt der Winter zu. Besonders die Kombination aus Schnee und starken Winden macht die Situation unberechenbar.
Die Obdachlosenhilfe hat zusätzliche Notunterkünfte geöffnet. «Wir stellen uns auf eine harte Nacht ein», erklärt Sabine Werner vom Kältebus Berlin. «Die Temperaturen sollen auf minus sechs Grad fallen.»
In den kommenden Tagen bleibt es winterlich in der Hauptstadt. Meteorologen erwarten weitere Schneefälle, allerdings mit nachlassenden Windgeschwindigkeiten. Der plötzliche Wintereinbruch zeigt einmal mehr, wie wichtig funktionierende Winterdienste und gegenseitige Rücksichtnahme in der Großstadt sind. Haben wir uns zu sehr auf einen milden Winter eingestellt?