In Berlin und Brandenburg fallen die Temperaturen in der Nacht zum Dienstag deutlich unter den Gefrierpunkt. Meteorologen des Deutschen Wetterdienstes warnen vor Glätte durch überfrierende Nässe und Schneeschauer. In der Hauptstadt werden bis zu minus 4 Grad erwartet, in Brandenburg sogar bis minus 7 Grad. Eine plötzliche Abkühlung nach den milden Temperaturen der Vorwoche überrascht viele Pendler.
Die winterlichen Bedingungen stellen Verkehrsteilnehmer vor Herausforderungen. «Wir raten allen Autofahrern, ihre Fahrweise anzupassen und ausreichend Zeit für den Weg zur Arbeit einzuplanen», erklärt Polizeisprecher Markus Weber. Auf den Autobahnen A9 und A10 kam es bereits am frühen Morgen zu mehreren Rutschunfällen.
Für die kommenden Tage rechnen Experten mit anhaltendem Frost. «Das ist typisch für Ende Januar, auch wenn wir uns an die milden Winter der vergangenen Jahre gewöhnt haben», sagt Klimaforscherin Jana Schmidt vom Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung.
Besonders in den ländlichen Regionen Brandenburgs müssen Anwohner mit Beeinträchtigungen rechnen. Die Berliner Stadtreinigung ist mit 1.700 Mitarbeitenden im Winterdiensteinsatz. Auf meinem Weg zur Redaktion beobachte ich, wie Streufahrzeuge seit den frühen Morgenstunden unermüdlich arbeiten.
Die kalte Wetterlage bringt auch Vorteile: Auf dem Müggelsee bildet sich eine dünne Eisschicht, die Fotografen und Winterfans begeistert. Experten warnen jedoch eindringlich davor, die Eisflächen zu betreten. Die winterliche Episode soll laut Wetterprognosen noch bis Ende der Woche anhalten – ein kurzes, aber intensives Wintermärchen für die Region.