Ein Wohnhaus in Hamburg-Lurup stand gestern Abend in Flammen. Dichter Rauch quoll aus mehreren Fenstern im dritten Stock des Mehrfamilienhauses, als die Feuerwehr gegen 23 Uhr eintraf. Zwei Menschen wurden verletzt und mussten ins Krankenhaus gebracht werden. Die Brandursache ist noch unklar, die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Insgesamt 40 Einsatzkräfte waren vor Ort, um den Brand zu bekämpfen.
Wie die Feuerwehr mitteilte, konnte das Feuer nach etwa einer Stunde unter Kontrolle gebracht werden. «Die größte Herausforderung war die starke Rauchentwicklung im Treppenhaus», erklärte Einsatzleiter Karsten Müller. Mehrere Bewohner mussten über Drehleitern gerettet werden, da der Fluchtweg durch das verrauchte Treppenhaus versperrt war.
Ich war kurz nach Ausbruch des Feuers vor Ort und konnte beobachten, wie Nachbarn sich gegenseitig unterstützten. Eine ältere Dame wurde von ihrem Nachbarn mit einer Decke versorgt und getröstet, während die Rettungskräfte sich um die Verletzten kümmerten.
Besonders beeindruckend war die Ruhe, mit der die Feuerwehrleute trotz der angespannten Situation arbeiteten. Solche Brände in Mehrfamilienhäusern sind besonders tückisch – das weiß ich aus meiner Berichterstattung über ähnliche Vorfälle in Hamburg-Altona im letzten Jahr.
Die betroffene Wohnung ist unbewohnbar, wie ein Sprecher der Feuerwehr bestätigte. Die Polizei hat den Brandort versiegelt. Anwohner berichten, dass in der Nachbarschaft schon länger über mangelnde Brandschutzmaßnahmen diskutiert wurde.
Für die betroffenen Familien ist dieser Brand eine Katastrophe. Ob sie in ihre Wohnungen zurückkehren können, bleibt unklar. Die Stadtteilinitiative Lurup hat bereits ihre Hilfe angeboten. Wann immer ich solche Einsätze begleite, wird mir bewusst: Ein funktionierender Rauchmelder kann im Ernstfall Leben retten.